| neuer Streaming Server ist online |
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Seit 18.12.06 ist ein neuer Streamingserver mit Breitbandanbindung und ohne Trafficgrenzen zu uns gestoßen.
h.e.a.d., graz, 20.12.06 
| Nichtverfügbarkeit des Streams |
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Vom 13.12.06 bis 15.12.06 ist der Streamingserver nicht online. Es findet ein Umzug des Serverhousings nach Wien statt. In dem Zug wird der Server neu aufgesetzt.
Wir bitten um Entschuldigung.
h.e.a.d, 13.12.06

*aNaRcHoPlAtInEpLaYiNgMuSiCk*
Circuit-bending is an electronic art which implements creative audio short-circuiting. This renegade path of electrons represents a catalytic force capable of exploding new experimental musical forms forward at a velocity previously unknown. Anyone at all can do it; no prior knowledge of electronics is needed. The technique is, without a doubt,
the easiest electronic audio design process in existence. The circuit-bent instrument, often a re-wired audio toy or game, is an alien instrument:
alien in electronic design, alien in voice, alien in musician interface. Through this procedure, all around our planet, a new musical vocabulary is being discovered.
A new instrumentarium is being born.
Countless audio gadgets are experimental musical instruments waiting to happen. Circuit-bending's anti-theory approach to electronic design makes accessible to all audio explorers an endless frontier of original sound-forms to discover, and fantastic instruments to create.
Within these adapted devices, along with the unusual voices of circuit-bending, are often found aleatoric music generators; that is, chance-music composers that stream unpredictable audio events:
elements shifting and re-combining in fascinating ways.
by Quabais Reed Ghazala
Noise, the 21st Century Punk
by Michael Oster
There's a form of underground music that's so underground that it's looking up at the underground. It's called noise. Noise, a misunderstood genre of music so extreme that it makes death metal sound tame. Noise, music that follows its own rules, then quickly disregards them because noise hates rules. Noise, a genre of music that's flourishing, alive and well beneath the underground of the underground music world.
Other forms of music have been labeled as "noise" in the past, like Rock and Roll in the 50's, Punk in the late 70's, and Metal in the 80's. But noise really is "noise". And it's been around a long time with artists and releases dating back over 20 years. So why would someone want to create music that "looks up at the underground"? Why not? That's like asking a painter why they paint or a sculptor why they sculpt. Or, asking a writer why they write. It's simply a form of expression. An extreme form of expression.
Though the mainstream world knows very little about noise, there's plenty of information and mp3s available online. One quick search of "noise music" or "noise band" will reveal thousands of interesting and colorful web sites and bands from around the world (and I use the term "colorful" as a description of the language and band names, not of the palates of the web sites).
A quick listen might have you think that noise is "anti-music" and that the bands are into gore, death and chaos. A quick listen might also be kind of painful if your playback system is set at a normal volume as noise is, well, loud. In fact, noise may redefine loud as we know it, so please, let me warn those bold enough: try it first at low volumes and keep an open mind. And, if you're ready to experience (even for a brief few seconds) something, extreme, bold, unusual, strange, powerful, and "counter to everything that popular music holds dear", prepare yourself. Noise might just become the next "big thing" in music. Or, maybe not.
Was ist CERQUIT-BENDING?
"Circuit Bending nennt sich eine Bewegung im Bereich elektronischer Klangkunst, die auf Reed Ghazala zurückgeht, der diese Technik 1996 erstmals in einem in der Zeitschrift EMI erschienen Feature vorstellte...
Man könnte diese Methode auch mit "chaotischem Verändern" elektronischer Schaltkreise von vornehmlich Elektronik-Spielzeugen und Mini-Keyboards bezeichnen.
Ziel ist hierbei, die enthaltenen elektronischen Regelkreise in labile und instabile Zustände zu versetzen, in denen sie dann, beraubt ihrer vom Entwickler implementierten Stabilität, übergehend zu labilen und instabilen Zuständen, zu neuen "Instrumenten" werden und ursprünglich nicht vorhergesehene bzw. nicht vorhersehbare Geräusche und Klangmuster von sich geben, die vorzüglich als individuelles Klangmaterial einsetzbar sind.
Die Kunst des Benders besteht darin, in möglichst chaotischer Vorgehensweise Kurzschlüsse auf den Platinen zu produzieren, Bauteile zu entfernen sowie zusätzliche neue einzubauen und das alles nach der Methode von Zufall und Irrtum. Elektronisches Grundwissen ist als eine von Wissen und Denken bestimmte Methode verpönt. Das heisst:
Jeder kann Circuit Bender sein!
2 Grundregeln für NewBender:
Nur batteriebetriebene Geräte verwenden!
Nie Netzbetriebene Geräte verwenden!
Mit der "Bend 2004" wurde im letzten Jahr in New York das erste Festival und Symposium zum Thema abgehalten.
Dabei zeigte sich, dass nicht nur die Suche nach neuen Klängen treibende Motivation der Kunstschaffenden ist:
Hier geht es um die Brechung vermute-ter von Industrie und Wirtschaft vorgegebener Handlungs- und Verwendungsmuster
durch unabhängige, subversiv handelnde Künstler. Verwendete Ausdrücke wie z.B. "Bending Targets" also "zu beugende Ziele" als Bezeichnung des gerade modifizierten Gerätes veranschaulichen diese kämpferische Haltung.
artists:
Reed Ghazala
Joker Nies
Adachi Tomomi (Musik für Stimme, Computer, selbstgebaute Instrumente und Infrarot Sensor-Hemd)
Norbert Möslang - cracked everyday-electronics "code_cracking"
Erik M
Sarah Washington & Knut Aufermann "Tonic Train"
Bostonnoise
Oktober Seventyone
Nickolas Collins
Hans W. Koch
Michael Oster
Richard Aicher
infosources:
http://www.bostonnoise.org/
http://www.hans-w-koch.net/
http://www.klangbureau.de/
http://www.erikm.com/
http://www.anti-theory.com/
http://www.f7sound.com/circuitbend.htm/
http://homepage.hispeed.ch/bots/
http://highlyliquid.com/
http://www.richard-aicher.de/html/music.html
Berlin, 01.02.2006 author: reed ghazala, platical, richard aicher, michael oster
and special thx for ar_ghostwriters



| Interview im HAKKERZ-Magazin No.15 |
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Hakkerz ist auf ein noch recht unbekanntes Projekt gestoßen, ein bißchen Werbung wurde bereits auf der Fuckparade gemacht. Platical und Head standen uns Rede und Antwort zum Thema: Artcore-Radio - und ... ik wollt doch nur Mucke machen ...
Fangen wir von vorne an! Wie begann es mit der Idee Artcore-Radio eigentlich?
PLATICAL: Ich habe keine Ahnung mehr wie wir - Head und ich darauf kamen, es startete zumindest mit Brainstorming für Überflieger. Mit großen und guten Ideen startete alles im Mai 2003 - jener extrem heiße Sommer - und die Zeit schrie nach Veränderung, der Nährboden war neben dem Wunsch einen neuen Beitrag zum Hardcore leisten zu wollen vorhanden. Die ersten Probleme taten sich damals bereits unmittelbar nach dieser Sternstunde auf. Es fing bei Kenntnissen über Netzwerke an, ging dann über Protokolle und Strukturen bis hin zu Server-administrativen Inhalten und Webseitengestaltung. Zu jener Zeit waren die Ideen gut durchdacht, jedoch fehlte es an Wissen zur Umsetzung. Auf das Thema Servermiete sei speziell hingewiesen. Durch diese finanzielle Belastung ist das Projekt damals (Anfang 2004) zunächst gescheitert und endete in der Schublade.
Wann und wie ergab sich doch noch das, was heute existent ist?
HEAD: Es war wie ein Lichtblick, als ich mich Ende Sommer 04 aus Studiengründen in Graz aufhielt, es dauerte nicht lange, dass mir eine interessante Projektumgebung ins Auge stach, die alles verändern sollte. Das Medienlabor mit seinem Serverhousing bot uns eine ideale Basis für einen Streamingserver und bereits drei Wochen nach dem Umzug nach Graz bastelte ich mit neuen Freunden einen Server zusammen. Mittlerweile existieren keine der damaligen Probleme mehr, nur die Zeit ist rarer geworden. Heute geht es eher um Themen wie Verfügbarkeit des Servers und Gewährleistung aller Anfragen. Noch eine Anmerkung: Internetradiosender gab es damals schon genügend, und wir stellten uns oft die Frage, wie das andere Sender wohl machten. Ich hatte viele Programme getestet und aufgesetzt, bis wir nun an dem Punkt sind und das auch können. Mittlerweile ist jener Rechner mit seiner 4Mbit Standleitung "nur" noch die mp3-Zentrale und primärer Streamingrechner für die Relayserver.
Sind Internet und Radio zwei Medien, die sich laut mancher Meinung nicht miteinander vereinbaren lassen?
HEAD: Nun ja, unsere Zielgruppe ist nicht wie bei einem (Piraten-) Sender eine lokal beschränkte Hörerschaft, im Gegenteil, die Untergrund-Hardcore-Szene ist weltweit und lokal(-punktuell) aktiv. Es gibt sehr aktive Zentren, vor allem in Ballungsräumen - dort entstehen Strömungen, aber auch in den entlegendsten Gebieten dieser Welt. Das Prinzip dahinter ist ja schon sehr alt. Wir möchten in dem Zusammenhang nur an Einflüsse der Vergangenheit erinnern - Punk, Guitar- Hardcore oder Industrial bis hin zum Noise der 80er, deren Kinder wir sind und vor dem selbst manche Punks flüchteten. Ja, Hardcore ist international, deshalb bedienen wir uns des Mediums Internet.
Musik und Politik - lassen sich diese Themen überhaupt miteinander vereinen?
PLATICAL: Die einzige Politik, mit der sich das Projekt identifiziert, ist die Subkultur der Musik, die international keine Grenzen kennt. Natürlich sind wir auch mit Kraftwerk, Atari Teenage Riot und Prodigy mehr oder weniger aufgewachsen, deren Höhepunkte wir alle in den 90ern miterleben durften.?Auch harte elektronische Musik kann Kunst sein und politische Ziele beinhalten. Neues schaffen, Wachrütteln, Kritisieren, mit offenen Augen und vor allem Ohren durch die Welt schreiten - ja man hört sowieso nur das, was man hören will.
Ist Streaming nicht eine Verschwendung von Netzwerk-Ressourcen
HEAD: Richtig, Streaming verursacht sehr viel Traffic. Ein einziger 128Kbps mp3-Stream verbrät mal locker rund 40Gbyte Übertragung im Monat. Dennoch bin ich der Überzeugung, je mehr das Netzwerk genutzt wird desto schneller sind Firmen (wie jene mit dem rosa T - sie schrieb übrigens große schwarze Zahlen letztes Jahr) gezwungen ihre Einnahmen zu reinvestieren und ihre Strukturen auszubauen. Naja, es ist eine Philosophiefrage, bei der es sicher auch die andere Seite gibt.
Wie sieht das Projekt denn im Moment aus und wo steht es
HEAD: Wir wollen nichts verschönen, auch wir haben andere Projekte, Verpflichtungen, Probleme - was wäre ein Leben ohne jene. Artcore-Radio ist ein langsames und stetig sich entwickelndes Projekt. Wir sind alle beruflich und ausbildungstechnisch gut beschäftigt, so dass es manchmal schwer wird, ständig dabei zu sein. Es gibt Phasen, wie letzten Sommer, in denen viel passiert. In anderen, z.B. Vorlesungszeiten kommt man nicht viel voran.
PLATICAL: Wir möchten dennoch mit Nachhaltigkeit und Stetigkeit an die Sache gehen und das Projekt nie zu einer Eintagsfliege denunzieren lassen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, unterschiedliche Hardcorestyles im elektronischen Musiksektor zu streamen und Künstlern die Möglichkeit zu bieten, auf ihre Musik durch das Medium Internet auch international aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wollen wir der existierenden Subkultur dienlich sein.
Was ist in Zukunft von Artcore-Radio noch zu erwarten?
HEAD: Artcore-Radio wird, da nun genügend Soundmaterial mit Abspiellisten vorhanden ist, in den nächsten zwei Monaten versuchen einen 24-Stunden-Stream auf die Beine zu stellen. Genaueres ist der Seite und einschlägigen Foren zu entnehmen. Wir werden nichts versprechen, aber Artcore-Radio liegt uns am Herzen und fundierte Kenntnisse über das Streaming medialer Inhalte ist für mich unter anderem ein Teilgebiet des Studiums geworden, so dass in Zukunft sicher noch einiges zu erwarten ist.
PLATICAL: Ja, es wird einen weiteren Rechner geben, auf dem Künstler oder recherchierende Links und mp3-Posten sind. Sie können uns somit den Zugang zu neuer Musik erleichtern. Im Forum kann man natürlich auch posten, wo´s neue Sachen gibt. Wir hoffen nicht den Überblick zu verlieren. Da sich das Projekt mit eigenen Kosten deckt und somit die Mittel zur Umsetzung z.B. für weitere Server in Grenzen halten, sind wir gegenüber Spenden jeglicher Art und Form nicht abgeneigt. Also falls jemand auf seinem Server noch Trafficressourcen übrig hat ....?
Dieser und weitere Artikel in Hakkerz Nr.15: www.hakkerz.de

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